
Atmungstherapeutenschule
Spezialisierte Versorgung bei Atemmuskelschwäche und neuromuskulären Erkrankungen
Eine Atemmuskelschwäche kann entstehen, wenn die Muskulatur, die für das Atmen verantwortlich ist, nicht mehr genügend Kraft hat.
Ursachen können sehr fortgeschrittene Lungenerkrankungen wie COPD oder vernarbende Lungenerkrankungen, schweres Übergewicht oder neuromuskuläre Erkrankungen (also Erkrankungen der Nerven oder Muskeln) sein. Besonders bei neuromuskulären Erkrankungen kann zusätzlich eine Hustenschwäche auftreten – das erschwert das Abhusten von Schleim und Sekret.
In unserer Abteilung betreut Sie ein erfahrenes Team von Spezialistinnen und Spezialisten, das die Atemmuskelschwäche nach aktuellen wissenschaftlichen Standards diagnostiziert und behandelt.
Wir bieten ein umfassendes Behandlungskonzept, das individuell auf jeden Patienten abgestimmt wird:
- Nicht-invasive und invasive Beatmung, sowohl im Akutfall in der Klinik als auch im Rahmen einer Heimbeatmung
- Sekretmanagement zur Erleichterung des Abhustens (z. B. durch Inhalationen, AirStacking oder Hustenassistenten)
- Bei Bedarf die Versorgung mit Ernährungssonden
- Palliativmedizinische Begleitung, um Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern
Unser Ziel ist es, die Atmung zu stabilisieren, Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität unserer Patientinnen und Patienten bestmöglich zu erhalten.
Unser Team
- Dr. Stefanie Werther
- Dr. Ina Haasler
- Station W1
- Atmungstherapeutinnen und -therapeuten (Namen folgen)
- Vanessa Karl, Arztassistentin der Station W1 und der Beatmungsambulanz
Kontakt
Telefon: 0201 / 433-4639
Fax: 0201 / 433-1918
E-Mail: beatmung@rlk.uk-essen.de
EinViele Menschen mit neuromuskulären Erkrankungen entwickeln im Laufe der Zeit eine Schwäche der Atem- und Hustenmuskulatur. Unser spezialisiertes Team steht diesen Patientinnen und Patienten mit viel Erfahrung und modernster Diagnostik zur Seite.
Wir bieten eine umfassende Behandlung nach aktuellen wissenschaftlichen Standards – dazu gehören:
- Nicht-invasive und invasive Beatmung, sowohl im Akutfall in der Klinik als auch im Rahmen einer Heimbeatmung,
- Sekretmanagement zur Erleichterung des Abhustens (z. B. durch Inhalationen, AirStacking oder Hustenassistenten),
- bei Bedarf die Versorgung mit Ernährungssonden,
- sowie palliativmedizinische Begleitung zur Verbesserung der Lebensqualität.
Unser Ziel ist es, die Atmung zu stabilisieren, Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität der Betroffenen bestmöglich zu erhalten.
Berufsbegleitende Weiterbildung für Gesundheits- und KrankenpflegerInnen und PhysiotherapeutInnen zum/zur AtmungstherapeutIn (DGP)
Die Atmungstherapeutenschule (DGP) der Ruhrlandklinik mit 28 Weiterbildungsplätzen ist an die Klinik für Pneumologie angebunden. Die oberärztliche Leitung hat Fr. Dr. Stefanie Werther.
Die angehenden Atmungstherapeuten lernen in Ihrer Weiterbildung u.a. die Überwachung der Blutgase, alle Aspekte des Atemwegs- und Sekretmanagements, Aerosolanwendungen, Sauerstofftherapie, invasive und nicht-invasive Beatmung, Beatmungsentwöhnung, pneumologische Rehabilitation und Patientenschulung.
Ziel ist die enge Zusammenarbeit mit Ärzten in allen Bereichen der Beatmung und des Sekretmanagements von der Intensivmedizin über das Weaning und die Heimbeatmung bis hin zur außerklinischen Intensivpflege. Aufgabe der Atmungstherapeuten ist z.B. das Einstellen von Beatmungsgeräten in Absprache mit den behandelnden Ärzten, die Anpassung von Masken, das Sekret- und Inhalationsmanagement sowie die Mithilfe bei der Organisation einer außerklinischen Beatmung. Durch ihre Expertise in Physiologie und Pathophysiologie des respiratorischen Systems spielen die Atmungstherapeuten außerdem eine wichtige Vermittlerrolle in der Kommunikation mit den Patienten und Angehörigen. Sie schulen den Umgang mit Beatmungsgeräten und weiteren Hilfsmitteln. Darüber hinaus sind sie wichtige Ansprechpartner für das Fachpersonal der Intensiv- und Beatmungsstationen in den Kliniken, indem sie auch hier bei der Schulung der Mitarbeiter mitwirken.
Kursbeginn ist alle 2 Jahre im 1. Quartal jeweils in Jahren mit gerader Jahreszahl. Die Weiterbildung umfasst einen Zeitraum von ca 600 Stunden theoretischen und praktischen Unterrichts zuzüglich Erstellung einer Facharbeit sowie Zeiten des Selbststudiums und wird innerhalb von ca. zwei Jahren berufsbegleitend durchgeführt. Sie schließt mit einer Facharbeit, einer schriftlichen und einer mündlichen Prüfung ab. Weitere Informationen zur Weiterbildung finden Sie hier.
Bei Interesse stehen wir Ihnen für Fragen gerne jederzeit zur Verfügung. Die Anmeldung zur Weiterbildung erfolgt über die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie.
Kontakt
Ausbildungsleitung: Dr. Stefanie Werther
Sekretariat: Susanne Marczinski
Telefon: 0201 433-4036
Telefax: 0201 433-1437
E-Mail: RLK-AT-Schule@rlk.uk-essen.de
Berufsbegleitende Weiterbildung zur Atmungstherapeutin / zum Atmungstherapeuten (DGP)
EDie Atmungstherapeutenschule (DGP) der Ruhrlandklinik bietet eine berufsbegleitende Weiterbildung für Pflegefachpersonen sowie Physiotherapeutinnen und -therapeuten an.
Die Schule verfügt über 28 Weiterbildungsplätze und ist organisatorisch an die Klinik für Pneumologie angebunden.
Die oberärztliche Leitung liegt bei Dr. Stefanie Werther.
Inhalte der Weiterbildung
In der zweijährigen Weiterbildung erwerben die Teilnehmenden umfassende Kenntnisse und praktische Fähigkeiten in folgenden Bereichen:
- Überwachung der Blutgase
- Atemwegs- und Sekretmanagement
- Aerosoltherapie und Sauerstoffanwendung
- Invasive und nicht-invasive Beatmung
- Beatmungsentwöhnung (Weaning)
- Pneumologische Rehabilitation
- Schulung und Anleitung von Patientinnen und Patienten
Ziel der Weiterbildung ist eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Ärztinnen und Ärzten in allen Bereichen der Beatmung und des Sekretmanagements – von der Intensivmedizin über das Weaning und die Heimbeatmung bis hin zur außerklinischen Intensivpflege..
Aufgaben von Atmungstherapeutinnen und Atmungstherapeuten
Atmungstherapeutinnen und -therapeuten übernehmen vielfältige Aufgaben, z. B.:
- Einstellung und Anpassung von Beatmungsgeräten in Abstimmung mit dem ärztlichen Team
- Maskenanpassung, Sekret- und Inhalationsmanagement
- Organisation und Begleitung der außerklinischen Beatmung
- Schulung von Patientinnen, Patienten und Angehörigen im Umgang mit Beatmungsgeräten und Hilfsmitteln
- Unterstützung und Schulung des Fachpersonals auf Intensiv- und Beatmungsstationen
Durch ihre fundierte Expertise in Physiologie und Pathophysiologie des Atmungssystems sind Atmungstherapeutinnen und -therapeuten wichtige Bindeglieder zwischen Patient, Angehörigen und Behandlungsteam.
Ablauf der Weiterbildung
Beginn: alle zwei Jahre im 1. Quartal (in geraden Kalenderjahren)
- Dauer: ca. 2 Jahre (berufsbegleitend)
- Umfang: ca. 600 Stunden theoretischer und praktischer Unterricht
- zusätzliche Zeiten für Selbststudium und Erstellung einer Facharbeit
- Abschluss: Facharbeit, schriftliche und mündliche Prüfung
Bei Interesse stehen wir Ihnen für Fragen gerne jederzeit zur Verfügung. Die Anmeldung zur Weiterbildung erfolgt über die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie.
Kontakt
Ausbildungsleitung:
Dr. Stefanie Werther
Sekretariat:
Susanne Marczinski
Telefon: 0201 / 433-4036
Telefax: 0201 / 433-1437
E-Mail: RLK-AT-Schule@rlk.uk-essen.de
Ein Beruf mit Verantwortung und hoher fachlicher Kompetenz
Das Berufsbild der Atmungstherapeutin bzw. des Atmungstherapeuten (DGP) umfasst ein breites Tätigkeitsfeld innerhalb der Pneumologie – von der Intensivmedizin über die Beatmung bis hin zur Rehabilitation.
Es unterscheidet sich deutlich vom Atemphysiotherapeuten, der sich ausschließlich auf physiotherapeutische Maßnahmen des Atmungssystems spezialisiert.
Aufgaben und Einsatzbereiche
Atmungstherapeutinnen und -therapeuten arbeiten selbstständig unter ärztlicher Supervision und übernehmen vielfältige medizinisch-technische, pflegerische und pädagogische Aufgaben.
Zu ihren zentralen Tätigkeiten gehören:
- Selbstständige Durchführung diagnostischer Maßnahmen wie z.B. Blutgasanalysen, Spirometrien am Krankenbett, Polygraphien etc. und Interpretation einfacher Befunde
- Erkennung einfacher Röntgenbefunde
- Adäquater Umgang mit Thoraxdrainagen
- Patientenberatungen und -schulungen, insbesondere im Hinblick auf Medikamentenanwendung, Aerosoltherapie, Langzeitsauerstofftherapie, Heimbeatmung und Raucherentwöhnung
- Schulung von Pflegepersonal und Assistenzärzten
- Selbstständige Durchführung des invasiven Atemwegsmanagements (endotracheale Absaugung blind und bronchoskopisch, Tracheostoma- und Kanülenpflege, Kanülenauswahl und Kanülenwechsel)
- Nicht-invasives Sekretmanagement incl. spezieller Techniken wie AirStacking und Nutzung von mechanischen In-/Exsufflatoren
- Einleitung, Durchführung und Überwachung nicht-invasiver Beatmungen einschließlich Maskenauswahl bei akuter und chronischer respiratorischer Insuffizienz
- Einstellung und Überwachung invasiver Beatmungen je nach Erkrankung,
- Durchführung und Überwachung der Beatmungsentwöhnung (Weaning) nach Protokollvorgabe
- Schulung und Einübung von atemphysiologisch rehabilitativen Maßnahmen, insbesondere Aktivitäten des täglichen Lebens
- Fall- und Überleitmanagement von Patienten mit chronisch-respiratorischer Insuffizienz in die ambulante Betreuung
Durch ihr Wissen in Physiologie und Pathophysiologie des Atmungssystems leisten Atmungstherapeutinnen und -therapeuten einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Patientenversorgung und sind zugleich wichtige Ansprechpartner für Angehörige und Fachpersonal.
Unsere Atmungstherapeutinnen und -therapeuten begleiten außerdem aktiv die Weiterbildungskurse an der Ruhrlandklinik und bringen ihre klinische Erfahrung in den Unterricht ein.
Weiterbildung an der Ruhrlandklinik
Die Atmungstherapeutenschule (DGP) der Ruhrlandklinik, unter der oberärztlichen Leitung von Dr. Stefanie Werther, bietet 28 Weiterbildungsplätze für Atmungstherapeutinnen und -therapeuten an. Die Weiterbildung startet alle zwei Jahre und umfasst ca 600 Stunden theoretischen und praktischen Unterricht.
- Theorie: Unterricht in der Ruhrlandklinik
- Praxis: Praktische Ausbildung in der Ruhrlandklinik und in kooperierenden Kliniken
Die Weiterbildung wird berufsbegleitend über ca. zwei Jahre durchgeführt und beinhaltet zusätzlich Selbststudium. Sie schließt mit einer Facharbeit sowie einer schriftlichen und mündlichen Prüfung ab.
Kontakt
Ausbildungsleitung:
Dr. Stefanie Werther
Sekretariat:
Susanne Marczinski
Telefon: 0201 / 433-4036
Telefax: 0201 / 433-1437
E-Mail: RLK-AT-Schule@rlk.uk-essen.de